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Abenteuer-Reise in die Ukraine |
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Ausgabe 13
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Helmut
Wandmaker
Eine Abenteuer-Reise in die Ukraine
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Die
Gremien der medizinischen Fakultät in Kiew, die mir den Dr. h.
c. verliehen haben, hatten mich zu einem Vortrag in ihr Institut
eingeladen. In Abstimmung mit der Deutsch – Ukrainischen Akademie
in München - Erding wurde der Termin mehrfach verschoben, so
dass nunmehr Mitte November 2001 festgelegt wurde. Wir drei, meine Frau, Wencke und
ich wollten fliegen. Die Ereignisse vom 11. September haben meine
Frau derart beeindruckt, dass sie in diesen unsicheren Zeiten
nicht mehr fliegen wollte. Wencke und ich blieben standhaft.
Der Flug sollte mit der KLM über Amsterdam direkt nach Kiew gehen.
Es kam der zweite Schreck. In Amsterdam ging Wenckes Pass mit
dem Visum „verloren“. Sie wurde gar nicht erst eingescheckt.
Was blieb mir übrig? Sollte auch ich die Segel streichen und
zurückfliegen? Als alter Soldat, der 4 Jahre Russland trotz
starker Blessuren (Verwundungen und Krankheiten) überlebt hat,
zögerte ich trotz meiner 85 Jahre keinen Augenblick.
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Prof.Dr.Dr. B. Bilas, Maria
Hrytsai u. Helmut Wandmaker vor der staatlichen medizinischen Universität
Kiew |
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Ich
landete im 11. Stockwerk. Eine erste Aufmunterung: Es meldete sich
Prof. Bilas aus München,
der ein Stockwerk tiefer eingezogen war. Er hatte zusammen mit
Maria und einem Lada – Fahrer auf dem Flugplatz 3 Stunden auf
mich gewartet. Bloss hatten die 3 versäumt, ein Namensschild
zu tragen, denn ich kannte ja niemanden.
Die
erste Nacht begann mit einem sehr starken regnerischen, mit Schnee
vermischten Ostwind. Das Übel
kam prompt. Das Fenster hielt dem starken Druck nicht stand.
Es flog auf, Regen und Schnee landeten auf meinem Gesicht. Ich
habe mehrfach versucht, das Fenster zu schliessen, es war vergeblich,
zumal die Papptür zum Flur kein richtiges Schloss hatte. Ich
zog meine „Klamotten“ übereinander an, um nicht halb tot zu frieren. Liebe
Leute, seid froh, im kapitalistischen Westen in warmen Räumen
zu leben.
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Unser
Ladafahrer (sein Lada war 20 Jahre alt), ein Dipl. Ing. mit Gold überkronten
Zähnen (ein Zeichen von höherem Stand) holte uns ab. Ich hatte
nur einen mitgebrachten Apfel im Magen. Der „Herr des Hauses“ in
der Akademie nahm uns selbst in Empfang. Welche Überraschung: Das
hochqualifizierte medizinische Gremium liess ein Obstfrühstück
servieren, siehe digitale Aufnahmen von mir. Man hatte also meine
Bücher bereits geistig erfasst. Nach der Befreiung von der Sowjetmacht
hatte ich auf Wunsch von Prof. Bilas zahlreiche meiner Bücher gespendet.
Ihr Inhalt war besonders bei der Jugend auf fruchtbaren Boden gefallen.
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Obstfrühstück
in der Akademie beim Besuch von Helmut Wandmaker |
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Mein Vortrag fand leider im kalten Saal statt, kein Geld zum Heizen da. Obgleich
alle Mäntel trugen, konnte ich mich nicht entschliessen, mit Mantel aufzutreten.
Zwei Mädchen, die Deutsch studierten und Prof. Bilas waren Simultanübersetzer. Das
hochrangige Publikum applaudierte. Prof. Bilas sagte mir nachher, dass mein Vortrag
hervorragend gewesen sei. Ich würde nicht wie 85 aussehen, sondern 20 Jahre jünger. Ich
werde die beiden Mädchen und Maria, die die Natural Hgygiene in der Ukraine
vertritt, nächstes Jahr zu uns nach Deutschland einladen. Für sie noch ein unerreichbarer
Wunschtraum. |
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Helmut Wandmaker und Maria Hrytsai
vom ökologischen Institut |
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Meine
Mission in Kiew war damit beendet. Es folgten noch verschiedene
Besichtigungen und am nächsten Tag eine Rundfahrt durch die alte,
sehenswürdige Stadt KIEW mit über 2 Millionen Einwohnern. Der Chef
der medizinischen Akademie In Kiew, hat mir zum Abschied eine Widmung
in sein Buch geschrieben: „Herrn Prof. Dr. Helmut Wandmaker...“ Na,
was läuft da? Zwei Tage nach meiner Rückkehr kam eine Urkunde mit
der Ernennung zum Ehrenprofessor. Ich werde diese Titel
nur intern in dieser Mitgliederzeitschrift verwenden, sie sind
die Krönung meiner Lebensarbeit für gesunde Menschen. Sonst bürgt
der Name Helmut Wandmaker allein für Zuverlässigkeit und
Gerechtigkeit. Die Menschen in der Ukraine haben es verdient,
dass sie näher an die EU herangeführt . Wir alle sollten das wunderschöne
Land mit der Halbinsel Krim unterstützen. |
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Sehr verehrter lieber Herr Prof. Wandmaker,
Ihr Auftritt in Kiew war genial. Davon waren alle Anwesenden
beeindruckt und haben sich bei mir als Ihrem Moderator bedankt.
Unsere Tagung fand in den Räumlichkeiten
der Kiewer Nationalen Pädagogischen Universität statt, die als die
größte und wichtigste der Ukraine oder sogar im Osten gilt. Leider
ist das früher reichste Land Osteuropas, die Ukraine, stark verarmt, da
die Besetzer in der über 70-jährigen Geschichte schon wegen der geringen
Transportwege und -kosten die Ukraine grenzenlos ausgebeutet haben.
München - Erding, 21.12.01 -------------------------------Prof.Dr.Dr.B.Bilas
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