Arnold Ehret, dem großen deutschen Fasten- und Rohkostpionier gewidmet, der schon vor 100 Jahren den Naturweg erkannte!


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Wa Ausgabe 9, 10
Dr. Ralph C. Cinque
Nie mehr krank durch
Neue Lebensgewohnheiten

Ich esse kein Fleisch mehr, denn....

  1. Ich brauche kein Fleisch zu essen, um gut genährt zu sein. Pflanzen sind meine natürlichen Lebensmittel (siehe auch Hans Baumgardt „Ohne Fleisch gesund leben“), und sie stehen mir in reichlicher Auswahl und Menge zur Verfügung.
  2. Wenn ich Fleisch esse, muss ich töten. Das heißt, dass unschuldige, fühlende Wesen leiden und sterben müssen. Auch wenn ich andere für mich töten lasse, wird meine Schuld nicht geringer. Fleisch essen heißt morden.
  3. Fleisch enthält zahlreiche Abfallprodukte, zum Beispiel diejenigen des Schlachttieres und des bakteriellen Zerfalls. In jedem Stück Fleisch ist ein wenig Urin enthalten, das ich mit dem Fleisch esse.
  4. Fleisch enthält zahlreiche landwirtschaftliche, medizinische und industrielle Giftstoffe, zum Beispiel Herbizide, Pestizide, Fungizide, Antibiotika, wurmtötende Mittel, Wachstumshormone und Medikamente. Ich kann das Fleisch nicht waschen. Ich kann es nicht schälen. Ich kann nicht prüfen, was darin enthalten ist.
  5. Fleisch enthält genügend weibliche Hormone, um Männer impotent zu machen und das Wachstum und die Entwicklung von Kindern zu stören.
  6. Fleisch enthält viel gesättigtes Fett und Cholesterin. Beide verstopfen die Arterien, belasten die Leber, blockieren die Gallenblase, reizen den Dickdarm und erhöhen das Risiko, einen Herzschlag oder Schlaganfall zu erleiden. Sogar das sogenannte magere Fleisch liefert 59% seiner Kalorien in Form von Fett.
  7. Fleisch ist zu eiweißreich. Eiweißüberschuss schädigt die Nieren, entmineralisiert die Knochen, macht das Blut sauer, beschleunigt die Alterung (siehe auch Dr. Fritz Becker „100 Jahre alt werden? Kein Problem mehr!“) und fördert das Wachstum von Krebszellen im ganzen Körper.
  8. Fleischverzehr führt zu unangenehmem Körpergeruch, den ich mit Parfüm oder Deodorant nicht verdecken kann.
  9. Bei der Fleischproduktion werden Boden, Wasser, Getreide, Hülsenfrüchte, Treibstoff und Geld in enormer Menge verschwendet. Die dadurch entstehenden Umweltschäden sind größer als in den meisten anderen Industrien.
  10. Ein gegrilltes Steak enthält soviel krebserregendes Benzpyren wie 600 Zigaretten. Wenn ich eine Portion gegrilltes Fleisch esse, nehme ich viel mehr verbrannte Substanzen zu mir, als ich jeden Tag in einer Gegend mit starker Luftverschmutzung einatme.

Ich trinke keine Milch mehr und verzichte auch auf Milchprodukte, denn....

  1. Milch ist flüssiges Fleisch. Sie ist das Blut der Tiere, das durch die Milchdrüsen gepresst wurde.
  2. Milch ist Babynahrung. Kuhmilch ist Nahrung für Kälber. Ziegenmilch ist Nahrung für Zicklein. Muttermilch ist Nahrung für menschliche Säuglinge. Ich bin erwachsen, und daher brauche ich keine Milch zu trinken.
  3. Vollmilch ist reich an Fett und Cholesterin. Entrahmte Milch ist eiweißreich. Zuviel Fett und Eiweiß schaden meinem Körper.
  4. Milch ist eines der stärksten bekannten Allergene. Sie enthält mehr als hundert verschiedene Verbindungen, die beim Menschen Allergien hervorrufen. Entrahmen führt nur zu einer Konzentration dieser Substanzen. Zu den allergischen Reaktionen, die die Milch auslöst, gehören das Reizdarmsyndrom, Asthma und Sinusitis.
  5. Milch ist schwer verdaulich. Bei vielen Menschen fehlt das Enzym Lactase, das Milchzucker abbaut. Milch führt zu Gasbildung, Aufgedunsenheit, Krämpfen und Verstopfung, vor allem bei Erwachsenen. Kasein (das Milcheiweiß) ist ebenfalls schwer verdaulich und kann zu Arteriosklerose führen. Hitze und körpereigene Enzyme können das Lactoglobulin, das stärkste Allergen in der Milch, nur schwer abbauen.
  6. Milchzucker (Laktose) wird zu Galaktose abgebaut, die grauen Star verursachen kann.
  7. Milch enthält das Hormon Prolactin, das die Entstehung von Brustkrebs fördert.
  8. Milch enthält Umweltgifte aller Art, darunter Strontium 90 und Jod 121. In der Milch sind Umweltgifte stärker konzentriert als in jedem anderen Nahrungsmittel. Nach Kernkraftstörfällen wie auf Three Miles Island und in Tschernobyl wird zuerst die Milch auf radioaktive Rückstände untersucht.
  9. Statistiken belegen, dass degenerative Krankheiten wie Multiple Sklerose, Arthritis, Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes in jenen Ländern am häufigsten vorkommen, in denen der Pro-Kopf-Verbrauch von Milchprodukten am höchsten ist.
  10. Milch ist sehr eisenarm und kann daher Anämie hervorrufen.
  11. Käse enthält zehnmal soviel Fett wie Vollmilch, und dieses Fett ist häufig ranzig (oxidiert) und voll von freien Radikalen, da man Käse „reifen“ (also alt werden) lässt.

Ich esse keinen Zucker mehr, denn....

  1. Zucker liefert leere Kalorien. Er enthält keine Nährstoffe und raubt dem Körper wertvolle Vitamine und Mineralien.
  2. Zucker führt zu Zahnbelag (Plaque), der Ursache des Zahnverfalls und der Zahnfleischentzündung ist.
  3. Zucker macht dick – nicht nur, weil er kalorienreich ist, sondern auch weil er mich zum Überessen verleitet. Wenn ich einmal anfange, Zucker zu essen, kann ich nicht mehr aufhören.
  4. Zucker treibt ein gefährliches Spiel mit dem Blutzuckerspiegel. Er wird ebenso schnell wie eine intravenöse Infusion aufgenommen und versetzt das gesamte Drüsensystem in Alarmzustand. Zuckerkonsum belastet die Bauchspeicheldrüse, die Leber und die Nebennieren.
  5. Zucker verdirbt den Geschmackssinn und hält mich davon ab, das subtile und köstliche Aroma natürlicher Lebensmittel zu genießen.
  6. Zucker ist eine süchtigmachende Droge. Er versetzt mich ähnlich wie harte Drogen in eine Art Rauschzustand.
  7. Zucker stört das ökologische Gleichgewicht im Körper. Er schwächt das Immunsystem und fördert das Wachstum schädlicher Hefen.
  8. Zucker ist ein armseliger Ersatz für die süße Nahrung, die der Körper wirklich benötigt – frische Früchte (siehe Marilyn Diamond „Neue Esskultur mit Sonnenkost“).
  9. Zucker erhöht den Blutfettspiegel.
 




Ich trinke keinen Alkohol mehr, denn...

  1. Alkohol vergiftet das Protoplasma der Zellen. Er vergiftet die Leber, das Blut und die Nerven.
  2. Alkohol ist eine süchtig machende Droge, die zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führt.
  3. Alkohol schadet dem Gehirn. Ich kann nicht richtig denken, wenn ich Alkohol trinke. Jedes Mal, wenn ich ein Glas Alkohol zu mir nehme, zerstöre ich tausend Gehirnzellen, die nie ersetzt werden.
  4. Wenn die vorübergehend anregende Wirkung nachgelassen hat, macht der Alkohol mich depressiv. Er veranlasst das Gehirn, die Produktion von stimmungsverbessernden Endorphinen einzustellen.
  5. Alkohol errichtet eine Mauer zwischen mir und den Menschen, die ich am meisten liebe.
  6. Alkohol macht Kummer. Alkoholiker zerstören Familien, schlagen Frauen und Kinder und verachten sich selbst.
  7. Alkohol macht Karrieren und Erfolge zunichte. B. Alkohol führt zu Unfällen. Jährlich sterben Zehntausende von Menschen bei Verkehrsunfällen, die auf Alkohol zurückzuführen sind.
  8. Alkohol verursacht Krankheiten, zum Beispiel Leberzirrhose, Gehirnentartung, Arterienverhärtung sowie Magen , Leber , Pankreas , Kehlkopf , Luftröhren , und Speiseröhrenkrebs. Alkohol löst im Darm die Produktion von giftigen und mutagenen Nitrosaminen aus, die Dickdarmkrebs hervorrufen.
  9. Alkohol produziert Abfälle. Gesunde Lebensmittel wie Früchte sowie die Mittel, die für ihren Anbau erforderlich sind, werden tonnenweise verschwendet, um alkoholische Getränke herzustellen. in einer Welt, in der Menschen hungern müssen.
  10. Alkohol führt zu Sexualstörungen. Er lähmt die Nerven, die die Erektion steuern, hemmt die Durchblutung und ruft Hormonstörungen hervor. Bei Männern bewirkt er Entkräftung, weil er den Testosteronspiegel senkt und die Leber daran hindert, überschüssiges Östrogen abzubauen. Übermässiger Alkoholgenuss führt zu Hodenschrumpfung (siehe auch Dr Edwin Flatto „Aktiv l(i)eben in jedem Alter").
  11. Alkohol macht die Leber, das Herz und die Muskeln schwammig.
  12. Alkohol bewirkt, dass die Nieren schwellen, verfetten und Eiweiss an den Harn abgeben.
  13. Alkohol schädigt die Nervenzellen im Magen und führt mit der Zeit zu Entzündungen und Geschwüren. 15. Alkohol verhärtet die Schleimhäute und verdickt die Zunge. Die Folge sind Taubheit und Geschmacksverlust.
  14. Alkohol führt zu Kardiomypathie (Entartung des Herzmuskel), Herzversagen, geblähten Halsvenen, Nasenschwellung, geschwollenen Beinen und aufgedunsenem Unterleib.
  15. Während der Schwangerschaft kann Alkohol schon in geringen Mengen zu erheblichen Entwicklungsstörungen beim Fetus führen. Betroffen ist vor allem das Gehirn des Ungeborenen. Wenn eine Frau Alkohol trinkt, steigt ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken, um 50%.
  16. Alkohol kann plötzliche Krämpfe in den empfindlichen Blutgefässen des Gehirns hervorrufen. Ein Gehirnschlag kann die Folge sein. Bei Trinkern kommen Gehirnschläge viermal häufiger vor als bei Nichttrinkern. Eine Verengung der Herzkranzgefässe kann tödliche Vorhofarrhythmien auslösen.
  17. Wein enthält von Natur aus Sulfite, und weitere Sulfite werden beigegeben, um den Gärungsprozess zu steuern. Sulfite sind starke Gifte. Wein enthält ausserdem von Natur aus eine krebserregende Verbindung namens Urethan.


    Warum Sie keinen Kaffee trinken, kein Salz essen und nicht rauchen sollten, lesen Sie in der Wa Ausgabe 9.

 
 

Jede oft wiederholte Handlung führt bald zur Gewohnheit, und eine geduldete Gewohnheit

Frage: Wenn ich das Programm nicht anwenden kann, um eine schwere Alkohol- oder Drogenabhängigkeit zu überwinden, was raten Sie mir?

Dr. Cinque: Ich empfehle Ihnen, ein Rehabilitationszentrum aufzusuchen, in dem man Sie nicht nur beaufsichtigt und unterstützt, sondern auch zu einer gesunden Lebensweise anleitet. Grundvoraussetzungen dafür sind unter anderem frische Luft, ganze, natürliche Nahrung, sauberes Wasser, körperliche Betätigung, ausreichend Sonne und viel Ruhe, Schlaf und Frieden.

Die Heilung einer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit hängt nicht von Medikamenten ab. In Notfällen – z.B. bei Dehydration mit Störung des Blutmineralgehalts – können besondere Maßnahmen notwendig sein; doch dies ist die Ausnahme, nicht die Regel. Grundsätzlich ist es nicht erforderlich, Drogensüchtigen und Alkoholikern irgendwelche Medikamente zu geben – sie sind eher schädlich als nützlich. Ausserdem kann man die Genesung nicht fördern, indem man ein grösseres Übel durch ein kleineres ersetzt. In unserem Gesundheitszentrum erlauben wir den Patienten nicht, eine schlechte Gewohnheit durch Verstärkung einer anderen zu überwinden. Wir geben ihnen nicht Kaffee statt Alkohol. Wir ersetzen Zigaretten nicht durch nikotinhaltigen Kaugummi. Wir stopfen sie nicht mit Fleisch und Fabrikzucker voll, nachdem wir ihnen Drogen weggenommen haben. Offen gesagt, wir machen keine nennenswerten Kompromisse. Wir verbieten den Patienten, sich in irgendeiner Weise selbst zu schaden.

Wir wollen ihre Abhängigkeit auf der körperlichen, seelischen und zellularen Ebene überwinden. Unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, Menschen aus ihrer Abhängigkeit herauszuhelfen, sondern auch darin, sie neue und bessere Lebensgewohnheiten zu lehren. Wir bemühen uns, sie nur gesunden Einflüssen auszusetzen. Wir versuchen, ihnen ein Beispiel zu geben, dem sie nacheifern und das sie mit nach Hause nehmen können. Wir dürfen Drogen- und Alkoholabhängigkeit nie als Einzelproblem betrachten; denn sie sind eher ein allgemeines Anpassungsproblem. Nur ein umfassender Ansatz, der jeden Aspekt einer gesunden Lebensweise einschliesst, kann dazu führen, dass der Patient völlig gesund wird.

 
 

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