Arnold Ehret, dem großen deutschen Fasten- und Rohkostpionier gewidmet, der schon vor 100 Jahren den Naturweg erkannte!


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Wa Ausgabe 32

Zöliakie-Kranken sagt man

nur die halbe Wahrheit


Es gibt doch heutzutage wirklich nichts mehr, aus dem kein Geschäft gemacht wird. Besonders schlimm ist dies, man muss es immer wieder sagen, weil es einem immer wieder in die Knochen fährt, im Gesundheits-Betrieb, der sich für kein Lügenmärchen zu schade ist. Hauptsache die Kasse klingelt. Kranke Leute sind eben in einer besonders schwachen Position und äußerst empfänglich auch für idiotischsten Heilsbotschaften. „Zöliakie“ ist eines der neuen Schreckgespenste, die dem Deutschen Angst und Bange macht. Zwar macht er eigentlich alles richtig, gaukelt er sich selber vor. Und der gute Onkel Doktor mit dem weißen Autoritätskittel bestätigt ihn ja auch noch in seinem Selbstbetrug. Gute deutsche Butter von fröhlichen deutschen Hochleistungskühen, die den so schmackhaften Käse produzieren und dann durch den Fleischwolf gedreht werden, um Mudderns ach so gesunde Haumannskost mit Leberwurst und Salami-Stulle möglich zu machen.

Dass all dieses tote Zeug, was sich fälschlicherweise auch noch „Lebensmittel nennt, keine gesunden Menschen hervorbringen kann, weil es vergiftet, übersäuert und verstopft, darauf will man nicht kommen. Hilfe, ich muss mich ändern, läuten die Alarmglocken in den Gehirnen – also eigentlich in dem Ort, in dem die Menschen ihren Verstand lokalisiert wissen wollen. Philosophisch ausgedrückt muss man jedoch sagen, dass die moderne etablierte Ernährungswissenschaft der eindeutige Beweis dafür ist, dass der Mensch keinen Verstand haben kann! Denn wenig Verstand ist vonnöten um zu erkennen, dass Gesundheit nur zu erreichen ist über den natürlichen Weg, und dazu gehört vor allem rohe vegetarische Nahrung!

Foto: glutenfrei

400.000 Erwachsene sollen in Deutschland mittlerweile von Zöliakie betroffen sein. Ja was ist eigentlich Zöliakie? Sie wird beschrieben als allergieähnliche Reaktion im Dünndarm, als eine Gluten-Unverträglichkeit. Wie der Dickdarm, so hat auch der Dünndarm etliche kleine Ausstülpungen, so genannte Zotten, die die Oberfläche des Dünndarms sehr groß werden lassen. So können möglichst viele Nährstoffe aus dem vom Magen und Zwölffingerdarm herbeirutschenden Nahrungsbrei besonders gut aufgenommen, gelöst und dann ins Blut geleitet werden. Das Verheerende für den Darm jedoch ist: Gluten, das vor allem in Getreide vorkommt und ganz offiziell auch Kleber oder Klebereiweiß genannt wird, kann nur sehr schwer von den Enzymen, die sich auf der Dünndarmzotten-Oberfläche befinden, zersetzt werden.

Es bleiben also regelrechte Klumpen in der Darmwand hängen. Womit das Immunsystem aber gar nicht einverstanden ist. Also mobilisiert der Körper Abwehrzellen, die die Glutenklümpchen eliminieren sollen. Bei diesem Gefecht gehen aber auch die obersten Zellschichten der Zotten drauf oder sie werden zumindest beschädigt. Mit der Folge, dass sich die Zotten nicht, wie normal, nur alle paar Tage erneuern. Statt dessen werden sie bereits nach einigen Stunden abgestoßen. Und so bildet sich ein Dünndarm mit nur rudimentären, ja stark verkürzten Zotten, deren Fähigkeit, Nährstoffe umzusetzen, merklich gemindert ist.

Foto: Anzeige DZG
Anzeige in der Mitgliederzeitschrift der deutschen
Zöliakie-Gesellschaft "DZG AKTUELL"

Nun, das ist für die Natural Hygiene alles nichts Neues. Dr. Alvarez von der weltberühmten Mayo-Klinik in Rochester (USA) hat schon vor langer Zeit ein klares Urteil über Brot gefällt: „Brot passiert den ganzen Dünndarm, ohne vollkommen verdaut zu werden. Außerdem stört Weizen, wie auch Salz, die Aufnahme von Nahrung. GesundheitsPraktiker wissen, dass der jahrelange Verzehr von unrichtiger Zusammensetzung der dazu noch falschen Nahrung die Fähigkeit der Verdauung beeinträchtigt.“ Übrigens ist alles, was das Korn hat, locker im Obst enthalten und zudem noch viel leichter verdaubar – ohne dass die gewaltigen Probleme entstehen, die die hitzebehandelte Stärke mit sich bringt! Dazu noch Dr. Alvarez: „Wenn die Leute Brot essen, dann fühlen sie sich voll. Sie essen dann weniger Früchte und Gemüse, die besten Nahrungsstoffe, die auch die wichtigen Vitamine und Mineralstoffe in organischer Form enthalten.“ Und vergessen wir nicht: Nur Rohkost hat die lebenswichtigen Enzyme!

J. I. Rodale sagt in seinem Buch „Das vollständige Buch über Nahrung und Ernährung“ vollkommen zu Recht: „Die ganze Aussage über Brot als Stoff des Lebens’ lässt mich kalt! Ich denke, die Allgemeinheit wäre besser dran, wenn sie das Brot ganz weglassen würde!“ Und weiter: „Was ist das beste Programm für einen Menschen, der bis 120 leben möchte? Ich sage: Iss kein Brot! Es ist das schlechteste von allen Stärkeprodukten. Es ist keine essbare Stärke!“
Erinnern wir an dieser Stelle an die strikten Forderungen der beiden Ärzte Mr. Und Mrs. Densmore, die ihre Patienten sofort auf getreidelose Kost setzten, wobei vorrangig Früchte gereicht wurden:

1. Streiche Brot- und Getreideprodukte
2. Früchte und Nüsse sind Basiskost
3. Ungekochte Nahrung hat absoluten Vorrang

Dann gibt es keine Probleme mit Krankheiten. Und so ist kein Doktor notwendig. Denn Früchte sind die beste Nahrung für den Menschen, die ein langes Leben wünschen. Erinnern wir uns auch an den deutschen Arzt Dr. Winckler, den Dr. Densmore in seinem 1892 erschienen Buch „Wie die Natur heilt“ erwähnt. Dr. Winckler kam schon mit 40 Jahren das große Erwachen, als er feststellte, dass seine radialen Arterien (Speicherarterien) Anzeichen einer Arteriosklerose zeigten. Was er sich bei seiner „gesunden“ vegetarischen Ernährungsweise zunächst einfach nicht erklären konnte. Doch die Zeichen seiner „Verkalkung“ waren unmissverständlich. Da er zudem Nichtraucher war, beunruhigte ihn dieses Symptom. Plötzlich jedoch, als er die Literatur des hervorragenden Arztes Dr. Monin aus Paris studierte, kam ihm die Erleuchtung, dass die gekochte und gebackene Getreide- und Stärkenahrung die Ursache der frühzeitigen „Verkalkung“ sein muss.

Aber die Leute wollen es auch mehr als 100 Jahre später immer noch nicht verstehen. „Getreide in Form von Mehl, Flocken oder als volles Korn, ist unverzichtbarerer Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung“, schreibt der stern in seinem neuen Gesundheitsmagazin „gesund leben“, das eigentlich wie alles, was da so an Gesundheits-Blättern auf dem Medien-Markt herumkreucht, oft mehr desinformiert als eine wirkliche Anleitung zum gesunden natürlichen Leben bietet. Dabei ist es doch so einfach: Wir müssten nur auf die Tiere schauen. Die sind schlank, fit, gesund, leiden nicht unter all den Zivilisationskrankheiten wie Krebs oder Herzinfarkt – und sie haben auch keine kaputten Dünndarmzotten. Kein Tier wäre eben so blöd und würde sich Brot backen und dann Butter und Salami drauf packen. Wann lichtet sich der Verstand bei den Menschen?

Doch nicht nur der stern-Beitrag, die ganze Zöliakie-Gemeinde ist total verblendet und schaut mit einem Tunnelblick auf das Gluten. Als ob es damit getan wäre, nur den Superkleber Gluten wegzulassen. Getreide ist ja, und das wird von den „Zölis“, wie sich die Leidenden selber nennen, immer gerne vergessen, säurebildend – genau wie Reis beziehungsweise Reisprodukte wie Brot aus Reis, auf die die Zölis ersatzweise mit Vorliebe zurückgreifen. Und eine permanente Säurezufuhr –, die ja auch noch gesteigert wird durch das viele säurebildende Zeug wie Marmelade, Nutella oder Schinken, das zum Brot so gerne dazu verzehrt wird – tut dem Darm ebenso wenig gut wie Klebereiweiß. Doch die Zölis schauen nur in eine Richtung. Bei einer Bekannten von mir wurde kürzlich Zöliakie diagnostiziert. Vor lauter Schrecken und weil sie einen Freund hat, der Rohköstler ist, hat sie ihre Ernährung verstärkt auf Rohkost umgestellt. Und siehe da, sie konnte dadurch erhebliche Fortschritte machen.

Zuvor litt sie stark unter Haarausfall, und sie hatte sehr oft – wie ein großer Teil der Zöliakie-Patienten – Durchfall und andere Darmwehwehchen. Doch damit muss sie sich zum Glück nicht mehr herumschlagen. Gerade für Frauen ist ja Haarausfall ein besonderes Drama. Am Anfang, kurz nach der Diagnose, besuchte sie übrigens einmal eine Zöliakie-Selbsthilfegruppe. „Die Leute waren nur dabei, die Inhaltsangaben der Lebensmittelprodukte nach Gluten zu durchforsten – ansonsten stopften sie alles bedenkenlos in sich hinein, was ihnen schmeckte, zum Beispiel Reiskräcker, Fleisch“, berichtet sie. „Und vor allem ging es auch sehr stark darum, welche Süßigkeiten glutenfrei sind – zum Beispiel Mars. Von Datteln und überhaupt von Obst war hingegen kein Sterbenswörtchen zu hören.“

Wer das nicht glauben will, braucht nur Artikel wie den im stern zu lesen. Auch dort geht es nur um eines: „Wo Zöliakiekranke besonders aufpassen müssen“, steht über einer riesigen Übersicht, in der zahlreiche Lebensmittel mit farbigen Fotos abgebildet werden, die „Klebereiweiß aus Getreide“ enthalten. Dass die Produkte, - zum Beispiel Wurst, Pizza, Pudding, Schokolade – auch jenseits von Gluten total ungesund sind, auf den Gedanken kommt der Artikel natürlich irgendwie nicht. Auf die Spitze treibt dies paradoxerweise das Mitgliederorgan der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft: „DZG Aktuell“, das den Zölis ja eigentlich eine Hilfe sein sollte. Statt dessen mutet es an wie ein Verkaufsprospekt für die Hersteller glutenfreier Produkte. Wimmelt es dort doch von Anzeigen dieser Firmen. In ganzseitigen Farb-Anzeigen wird dort das Who is Who der vergiftenden Lebensmittel beworben – natürlich alles glutenfrei! Von Schokoladen-Dominos, Butter-Spekulatius und Weihnachts-Plätzchen über Oblaten-Lebkuchen, Vanille-Kipferl, Hirse-Schoko-Schnitte und Tiefkühl-Lasagne mit Hack und Käse.

Die Tiefkühl-Pizza-Margherita darf natürlich für die Italien-Fans nicht fehlen genau so wenig wie der Hamburger oder die Käsecreme mit Schinken. Für jeden ist alles da, niemand muss auf nichts verzichten. Mit Verlaub, meine Zöliakie-Gemeinde: Bei so viel Desinformation kann es kaum verwundern, dass die meisten Zölis nicht so recht vorankommen, wie immer wieder berichtet wird. „Heilbar ist die Zöliakie bislang nicht“, heißt es ja auch in den Gesundheits-Ratgebern und von den letztlich ahnungs- und hilflosen Ärzten.
Was glatt gelogen ist und allein zurückzuführen ist auf die Unwissenheit der Pillen-fixierten Ärzteschaft, was die Erlangung einer natürlichen Gesundheit angeht. Dabei würde ein Blick in das Buch von Dr. Norman Walker „Darmgesundheit ohne Verstopfung“ vollkommen reichen. Der Mann ist immerhin 116 Jahre alt geworden. „Die Faserstoffe, die für die richtige und vollständige Verdauung unserer Nahrung sehr wichtig sind, werden im Dickdarm ebenso benötigt wie im Dünndarm. Diese Faserstoffe müssen jedoch aus Fasern roher Lebensmittel bestehen.

Wenn sich die Fasern durch den Dünndarm bewegen, werden sie, bildlich gesprochen, Aaufgeladen’, und in diesem Zustand sind sie sehr nützlich für die Tätigkeit der verschiedenen Darmabschnitte.“ Und weiter: „Wenn die Mineralstoffe, aus denen Lebensmittel bestehen, mit Öl und Fett durchtränkt sind, können die Verdauungsorgane sie nicht richtig bearbeiten, und sie gelangen als Abfall vom Dünndarm in den Dickdarm. Unsere heutige "Zivilisation" beruht auf dem Grundsatz des finanziellen Gewinns. Grundsätzlich ist nichts Schlechtes an finanziellem Gewinn. Wenn dies aber zu Lasten unserer Gesundheit geschieht, sieht die Sache anders aus. Krankheiten sind die unmittelbare Folge, wenn wir "tote" Nahrung in unseren Körper stopfen, und wenn wir gleichzeitig nicht dafür sorgen, dass die Abfallstoffe vollständig ausgeschieden werden.“ Und genau dies ist unmöglich mit Pizza Margherita und Käsecreme mit Schinken – glutenfrei hin oder her!

Drei Ratschläge für Gesundheit suchende Zölis:
1. Traue keinem Möchtegern-Experten, der Dir erzählt, es gebe keine Heilungschance

2. Traue niemandem, der Dir weismachen will, glutenfreie Schinken-Käse-Lasagne und glutenfreie Kit-Kat-Schokoriegel könnten bedenkenlos verzehrt werden, ohne dass Dünndarm oder der Körper im Ganzen auf Dauer gesundheitlichen Schaden nimmt

3.
Orientiere Dich an der Natural Hygiene, an den Gesetzen der Natur – und iss hauptsächlich rohes Obst und dazu rohes Gemüse



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Info-Gluten:
Gluten ist ein Eiweiß, das in Dinkel, Grünkern, Emmer, Einkorn, Kamut, Gerste, Hafer, Roggen und Weizen enthalten ist. Gluten ist der in Salzwasser unlösliche Teil des Proteins des Getreides. Gluten macht ungefähr 80 Prozent des Gesamteiweißes in Weizen aus und besteht aus den beiden Proteinen Gliadin und Glutenin

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